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Gründungsdatum
Der kirchliche und gemeinnützige Verein ReGenesa besteht seit dem
28. November 1947 und wurde im Frühjahr 1948 beim Amtsgericht
Hannover in das Vereinsregister mit dem Vereinsnamen „Heim und
Werk der Landeskirchlichen Frauenarbeit Hannovers“ eingetragen.
1962 wurde der Name in „Heim und Werk des Frauenwerks der
Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e. V.“ geändert und seit März
2004 trägt der Verein den neuen Namen:
Frauen und Mutter-Kind Vorsorge & Reha
Therapiezentren des Frauenwerks der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e. V.
Aufgabe
des Vereins
Gemäß § 3 der Vereinssatzung von 1947 wurde der Verein mit
folgender Intention gegründet:
„Zweck des Vereins ist es, die helfende fürsorgerische
Tätigkeit der Landeskirchlichen Frauenarbeit auszuführen und zu
unterstützen.
Zur Durchführung des Zweckes schafft und unterhält der Verein
vor allem Heime. Der Verein verfolgt als Einrichtung der Inneren
Mission ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und
mildtätige Zwecke als Dienst christlicher Nächstenliebe.“
An dieser Aufgabe hat sich auch bis heute nichts geändert, denn
auch in § 2 der Vereinssatzung vom 13.05.2003 heißt es, die
Aufgabe des Vereins bestehe weiterhin darin „(…) diakonische
Tätigkeiten des Frauenwerks der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
auszuführen und zu unterstützen. Zur Durchführung dieses
Zweckes schafft und unterhält der Verein insbesondere
Einrichtungen, die der Müttergenesung dienen.“
Der Verein setze seinen inhaltlichen Schwerpunkt seit 1947 auf die
Müttergenesung. Damit knüpfte er an die bis 1927
zurückreichende Müttererholungsarbeit in der Ev.-luth.
Landeskirche Hannovers an. Der sogenannte Provinzialverband der
Frauenhilfe führte damals Lehrgänge und Erholungsfreizeiten für
Frauen bzw. Mütter durch mit der Zielsetzung der körperlichen
Gesundung und seelisch-geistigen Stärkung.
Seit 1930 gab es einen Zusammenschluss von 15 Provinzial- und
Landesverbänden der Frauenhilfe zum
Mütterdienst der Evangelischen Frauenhilfe (Sitz in
Potsdam) mit dem Arbeitsbereich Müttererholung und –schulung.
Diese Müttererholungsarbeit der in Vereinen organisierten
Frauenhilfen wurde durch das Nazi-Regime immer mehr eingeengt. Um
eine „Gleichschaltung“ mit der nationalsozialistischen
Frauenarbeit zu verhindern und sich dem drohenden Verbot durch das
Nazi-Regime zu entziehen, unterstellte man die damalige
Frauenhilfe e. V. dem Amt für Gemeindedienst der Landeskirche Hannovers
(Einrichtung der Landeskirche, die dem Landeskirchenamt als
Verwaltungsorgan untergeordnet ist).
Gründungsmotiv
Mit der Unterstellung der Frauenhilfe e. V. dem Amt für Gemeindedienst der Landeskirche Hannovers
unterstand die evangelische, von Laien organisierte Frauenarbeit
einschließlich der Müttererholung fortan „der geistlichen
Führung des Landesbischofs“ (gemäß § 1 der Neuordnung der
freien Landeskirchlichen Arbeiten vom 11.08.1941).
Die dringende Notwendigkeit rechtskräftige Verträge abschließen
zu können, machte die Gründung eines Vereins, der als
Rechtsträger für die diakonischen Aufgaben der kirchlichen
Frauenarbeit fungieren konnte, nach dem II. Weltkrieg
unumgänglich.
So gab das Frauenwerk (Arbeitsbereich des Amt für
Gemeindedienst, heute Haus kirchlicher Dienste
genannt) die Müttergenesungsarbeit als einen Part der
evangelischen Frauenarbeit an den 1947 gegründeten Verein „Heim
und Werk der Landeskirchlichen Frauenarbeit Hannovers“ ab.
Trotz der Eigenständigkeit des Vereins auf Grund des geltenden
Vereinsrechts bleibt eine inhaltliche und personelle Verbundenheit
zum Frauenwerk und damit auch zur Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
bis heute bestehen. Laut Satzung gehören die Leiterin, die
Geschäftsführerin und die Landesbeauftragte des Frauenwerks
sowie bis zu drei Mitglieder des Landeskirchenamtes zum
Verwaltungsrat des Vereins.
Heutige
Bedeutung
Der Verein ReGenesa ist seit 1987 Träger von evangelischen
Therapiezentren für Mutter und Kind bzw. für Frauen und gehört
mit derzeit vier ReGenesa-Therapiezentren damit in Niedersachsen
zu einer der größten vom Müttergenesungswerk
(Elly-Heuss-Knapp-Stiftung) anerkannten Kureinrichtungen. ReGenesa
engagiert sich seit 60 Jahren professionell und zeitgemäß für
die Gesundheit von Müttern und Kindern. Insbesondere im Netzwerk
der Müttergenesung, der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, und der
Diakonie (Diakonische Werke mit ihren örtlichen
Kurberatungsstellen für Frauen) ist ReGenesa als fachkompetenter
und zuverlässiger Anbieter von Müttergenesungskuren bekannt.
Ganzjährig werden in allen vier Therapiezentren dreiwöchige
stationäre Vorsorge- bzw. Rehabilitationsmaßnahmen für Frauen
und Mutter und Kind durchgeführt, gemäß der §§ 24 und 41 des
Sozialgesetzgebungsbuch (SGB) V. Es handelt sich hierbei um eine
qualitativ hochwertige Gesundheitsleistung, die konzeptionell und
medizinisch-therapeutisch stets weiterentwickelt wird und deren
Qualität einer ständigen Kontrolle durch die Teilnahme an
wissenschaftlichen Untersuchungen zur Qualitätssicherung
unterliegen.
Kostenträger dieser Mütter- bzw. Mutter-Kind-Kuren sind die
Krankenkassen, sofern eine entsprechende medizinische Indikation
(ärztliches Attest) vorliegt. Seit dem Gesetz zur Verbesserung
der Vorsorge und Rehabilitation für Mütter und Väter vom
01.08.2002 sind die Krankenkassen zur vollen Finanzierung der
Kurmaßnahmen verpflichtet (abzüglich des gesetzlichen
Eigenanteils pro Kalendertag für volljährige
Krankenversicherte). Mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG)
sind seit 01.04.2007 auch die Vorsorge- und
Rehabilitationsmaßnahmen für Frauen (und Männer) in
Familienverantwortung, die so genannten Mütter- und Mutter-/
Vater-Kind-Kuren zur Pflichtleistung der Krankenkassen
festgeschrieben worden.
Als kirchlich gemeinnütziger Verein beschäftigt ReGenesa zur
Zeit in allen vier Therapiezentren und in der Geschäftsstelle in
Hannover rund 130 Mitarbeiter und –innen. Der Geschäftsstelle
in Hannover obliegen für den gesamten Verein die Aufgaben des
Finanz- und Rechnungswesens, der Leistungsabrechnung, des
Personalwesens und des Marketings. Seit der Dezentralisierung 2005
wird die Kurplatzbelegung und –beratung einschließlich aller
administrativen Kurvor- und -nacharbeiten direkt vor Ort, vom
jeweiligen Therapiezentrum in Bad Bevensen, Hahnenklee, Norddeich
und auf Juist selbst erledigt.
Ereignisse der jüngsten Vergangenheit & Gegenwart
Im November 2006, nach rund 25 Jahren verabschiedete sich die Geschäftsstelle von ReGenesa
von Ihren Büroräumlichten in der Königstraße und bezog Ihr
neues
Domizil im Herzen der Altstadt von Hannover, im Hanns-Lilje-Haus
(Gäste- und Tagungshaus), direkt gegenüber der Marktkirche.
Somit rückt ReGenesa der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers und dem
Frauenwerk, räumlich betrachtet, wieder näher.
Am 28. November 2007:
ReGenesa feierte 60-jähriges Vereinsjubiläum. Die Feier
fand unter dem Motto
ReGenesa gestern – heute – morgen und bot allen
Jubiläumsgästen ein fachlich sowie geistig und kulturell
anregendes Festprogramm.
Mit gleichnamigen Titel zur Jubiläumsfeier ist anlässlich dieses
besonderen Geburtstages auch eine
ReGenesa-Chronik herausgegeben worden, die in zwei Teilen
die 60-jährige Vereinsgeschichte erzählt:
Turbulente Zeiten – ReGenesa von 1997 – 2007 (Teil 1)
und
50 Jahre Heim und Werk des Frauenwerks der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers e. V.
(Teil 2).
Und noch mehr Geburtstage:
55 Jahre DIE INSEL, JUIST (1953 – 2008)
50 Jahre TANNENHOF, Hahnenklee (1958 – 2008)
40 Jahre ANTONIE-NOPITSCH-HAUS, Bad Bevensen (1967 – 2007)
20 Jahre HAUS AM DEICH, Norddeich (1987 – 2007)
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